Berlin - Das ist Musik wie eine sanfte Brise, die alle Wintergefühle wegbläst: Das wunderbare Quartett Hotel Bossa Nova öffnet auf seinem neuen, mittlerweile fünften Studioalbum, die Fenster ganz weit in Richtung Süden.

Portugal und Brasilien sind in Sichtweite und der Bossa Nova ist hier kein antiquierter Musikstil, sodern eine Haltung zum Leben: offen, neugierig, melancholisch und beseelt zugleich.

Die portugiesisch-indische Sängerin Liza da Costa, die auch alle Songtexte schreibt, und ihre Mitspieler Tilmann Höhn (Gitarre), Bassist Alexander Sonntag und Wolfgang Stamm am Schlagzeug sind ihrem facettenreichen Latin Jazz treu geblieben, ohne in Routine zu verfallen.

"Desordem e Progresso", so der Titel des Albums, ist von unwiderstehlicher Spielfreude und Musikalität geprägt. Der Albumtitel versteht sich als Kontrafaktur zum Slogan "Ordem e Progresso", der auf der brasilianischen Nationalflagge prangt. Ein schönes Chaos hat Hotel Bossa Nova mal wieder angerichtet.