Loburg/Altengrabow l Einstimmig habe sich der Ortschaftsrat Loburg für die Nominierung von Bernd Wünschmann ausgesprochen, erklärte Andreas Fischer, der bei der Veranstaltung in Altengrabow auch die Laudatio hielt. Die Nominierung war erst am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung des Ortschaftsrates erfolgt.

Gewürdigt werde unter anderem Wünschmanns Engagement bei der Organisation der 1050-Jahr-Feier, die im zurückliegenden Jahr in Loburg begangen werden konnte. Laudator Fischer zählte einige weitere Argumente auf, die zur Nominierung geführt hatten.

Erwähnung fanden der mit weiteren ehrenamtlichen Helfern gebaute Spazierweg vom Seniorenheim an der „Kesselspringe“ zum Stadtzentrum, der Innenausbau der Loburger Burg und Arbeiten an den Spielplätzen von Loburg. Auch die 25-jährige Städtepartnerschaft mit Ostbevern und die Partnerschaft mit der 6. Kompanie des 171. Logistikbataillons „Sachsen-Anhalt” aus Burg zählen nach Ansicht der Loburger Ratsleute zu den Argumenten, die zu Wünschmanns Wahl führten.

Bei der bevorstehenden Landtagswahl am 13. März will Bernd Wünschmann als Spitzenkandidat der Freien Wähler in den Landtag einziehen. Dies ließ Andreas Fischer nicht unerwähnt.

Kein Rücktritt

Bernd Wünschmann dankte und sagte, er sei überrascht angesichts der Entscheidung, die der Ortschaftsrat zwei Tage zuvor in seiner Abwesenheit getroffen hatte. „Es gibt ja zwei Gründe, warum sich der Ortschaftsrat hinter dem Rücken des Bürgermeisters trifft. Einer spricht gegen, der andere für den Bürgermeister. In diesem Fall war es für den Bürgermeister. Ich mache das ja nicht für mich sondern für den Ort“, sagte der Geehrte.

Bernd Wünschmann widersprach Gerüchten, nach denen er vom Bürgermeisteramt zurücktrete, wenn er im März in den Landtag gewählt werde: „Egal was passiert. Ich bleibe für die restlichen drei Jahre meiner Amtszeit Ortsbürgermeister von Loburg.“

Bernd Wünschmann wurde 2008 zum Bürgermeister von Loburg gewählt, seit 2009 übt er das Amt als Ortsbürgermeister aus. Mitglied im Stadtrat Möckern ist er seit 2009. Hinzu kommt die Mitarbeit in den Ausschüssen des Stadtrates, dessen Erster stellvertretender Vorsitzende er ist.

Dazu kommen die Mitgliedschaft im Abwasser- und Wasserzweckverband Elbe-Fläming und ein Aufsichtsratsmandat in der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Möckern.

Es ist das erste Mal, dass einem amtierenden Bürgermeister Loburgs diese Würdigung zuteil wird. Maria Gruhn, die in den Jahren 1990 bis 2001 die Geschicke der Stadt Loburg als Bürgermeisterin leitete, wurde im Jahr 2002 ebenfalls mit dem Eintrag in das Ehrenbuch der Stadt Loburg geehrt.