Calvörde l Hunderte Gäste besuchten am Sonntag den Weihnachtsmarkt in Calvörde. Ronja Brandes gehörte zu den Besuchern. Unübersehbar hatte das Mädchen Spaß am Ponyreiten. Auf dem Rücken des zottigen Vierbeiners Pinsel fühlte sie sich mutig und unbesiegbar – wie die Räubertochter Ronja aus dem gleichnamigen Buch von Astrid Lindgren. Voller Fantasie erzählte die kleine Belsdorferin, wie sie mit ihrer Räuberbande den Weihnachtsmann im tiefen Wald aufspüren wird. Aber sie musste den Bärtigen gar nicht suchen, der kam freiwillig über den Marktplatz spaziert. Und ausrauben musste Ronja ihn auch nicht, denn großzügig verteilte dieser Süßes.

Auch Ronjas Eltern schlenderten über den Marktplatz, während Anquelina, Ronjas Schwester, mit ihren Klassenkameraden einen Stand vor dem Schulhaus betreute, um Geld für die Klassenkasse zusammen zu bekommen. „Wir wollen nach Haldensleben zum Haus für Alle fahren. Mit dem Geld wollen wir die Fahrtkosten bezahlen und dann an einem Projekt über die erste Liebe teilnehmen“, erklärte Dustin Wolf aus Flechtingen.

"Abenteuerland" auf der Bühne

Im Schulhaus der Sekundarschule „Brüder Grimm“ gab es Kuchen und Kaffee für die Marktbesucher. Viel Zeit zum Kuchenessen war nicht, denn auf der Bühne standen die Mädchen und Jungen der Tagesstätte „Abenteuerland“.

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In ihrem Programm öffneten die Kinder die Türen des Adventskalenders, boten 24 musikalische Überraschungen an und ernteten dafür tosenden Beifall. Natürlich belohnte der Weihnachtsmann die kleinen Stars. Heidelore Gödicke vom Vorstand des Vereins der Selbständigen, der zwölf Mitglieder hat, ist zufrieden mit dem Geschehen. „Sonst gab es immer den Bonbonregen von der Drehleiter der Feuerwehr aus. In diesem Jahr läuft es etwas anders. Heute gibt es dafür das Kinderschminken und das Ponyreiten, das der Verein für alle kleinen Reiter spendiert“, erklärte Heidelore Gödicke und bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die Unterstützung. Im Besonderen lobte sie die Kinder, Pädagogen und Eltern der Sekundarschule für ihr Engagement.

Dankeschön an die Unterstützer

„Wir hatten die Vorbereitungen auf alle Mitglieder aufgeteilt und zum Beispiel viel Spaß beim Einpacken der Preise für das Glücksraddrehen“, sagte Heidelore Gödicke. Ein Dankeschön ging an Familie Fützenreiter, die den Baum spendiert hatte. Ulf Lohhöfer, Hubertus Nitzschke und die Gemeindearbeiter stellten den Baum auf, während Lorenz Krieg für die Beleuchtung sorgte. Axel Höfer stellte die Bühne zur Verfügung. Und die Chorgemeinschaft „Harmonie“ sorgte in der Kirche für ein besinnliches Weihnachtskonzert.