Magdeburg l „Es vergeht keine Woche, in der es auf der Strecke nicht kracht“, sagt Tim Stein, Sprecher der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB). Gemeint ist die Otto-von-Guericke-Straße, auf der seit der Umstellung des Linienetzes nach der erneuten Tunnelsperrung vier Straßenbahnlinien fahren. Um denen den Weg so gut wie möglich freizuhalten, hatten die MVB in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Magdeburg Anfang April 2017 an mehreren Stellen Poller aufgestellt und Abbiegespuren gesperrt, um das Wenden und Abbiegen zu unterbinden.

Autofahrer ignorieren Verbote

Doch weiterhin werden diese Maßnahmen ignoriert und Autofahrer versuchen an den unterschiedlichsten Stellen über den Gleisbereich zu wenden oder abzubiegen.

Mehr oder weniger vor der Haustür des Verkehrsunternehmens ist eine besonders beliebte Stelle. An der Einfahrt zur Max-Josef-Metzger-Straße krachte es nicht nur am 30. Juni. Auch am 3. Juli versuchte wieder ein Autofahrer auf der Fahrspur in Richtung Uniplatz an der dortigen Ampel zu wenden und übersah dabei die hinter ihm herannahende Straßenbahn.

Unfälle sorgen für Verspätung

Verletzt wurde niemand, genauso wie beim Zusammenstoß am Freitag, so Tim Stein. Doch für das Unternehmen bedeuten solche Unfälle den Ausfall der beschädigten Bahn sowie Umleitungen und Verspätungen. Die MVB wollen nun erneut das Gespräch mit der Stadtverwaltung suchen, um weitere Möglichkeiten zu entwickeln, wie solche Zusammenstöße künftig vermieden werden können. Schließlich soll die jetzige Linienführung bis mindestens Ende 2018 beibehalten werden.

Das Aufstellen von Pollern ist an der Einfahrt zur Max-Josef-Metzger-Straße nicht möglich, weil die Fahrzeuge in Richtung Süden dort abbiegen dürfen. Der MVB-Sprecher rät, für ein Wendemanöver zur Hasselbachstraße vorzufahren, da es dort gestattet ist.