Oebisfelde l Der Verein christlicher Pfadfinder (VCP) hatte seine Zelte im Pfarrgarten der Oebisfelder Katharinenkirche an der Achterstraße aufgeschlagen. Ausrichter des für die Region Mitteldeutschland gedachten Technikkurses war der VCP Mieste unter Federführung des 18-jährigen Tim Trüe aus Miesterhorst sowie der Gemeindepädagogin in Mieste, Christel Schwerin.

Unterstützung bekam das Duo von Alina Kilianowitsch aus Salzwedel. Außerdem förderten das Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt, der Bund evangelischer Jugend in Mitteldeutschland und der Kirchenkreis Salzwedel den Technik-Kurs finanziell.

Neues Halstuch nach der Prüpfung

Den Beginn des Wochenendes markierte die Nacht der Besinnung. Dabei erhielten sechs Pfadfinder einen Aufgabenzettel und einen persönlichen Bibelspruch. Damit wurden sie dann bei Etingen „ausgesetzt“.

Die Herausforderung, die Nacht über mit sich selbst und dem Bibelspruch in Verbindung mit ihren Lebenszielen auseinanderzusetzen, konnten alle Prüflinge erfüllen. Am Sonnabend konnten die Mädchen zu Rangern und die Jungen zu Rovern ernannt und erhielten als sichtbares Zeichen ihr neues Halstuch.

„Neben ihrer besonderen Vorbildfunktion werden sie zukünftig auch führende Rollen in der Stammes- und Gruppenarbeit übernehmen“, informierte der Oebisfelder Sven Groneberg. Für die mehr als 30 Teilnehmer aus der Altmark, Haldensleben und Bad Dürrenberg sowie auch vier Oebisfelder Jugendliche, die erst einmal in die Pfadfinderarbeit reinschnupperten, standen am gesamten Wochenende neben Kennenlern- und Gruppenspielen vor allem technische Workshops auf dem Programm.

Neben Knotenkunde, Feuer- und Feuerholzbeschaffung, wurde den Pfandfindern der sichere Umgang mit Werkzeugen sowie der Kohtenaufbau bei Nacht erklärt und gemeinsam geübt. Die Kohte ist ein bei den Pfadfindern gern verwendeter Zelttyp. Zudem war die Erste Hilfe bei Verletzungen ebenfalls ein Bestandteil des Programms.

Neu, als sogenannte Wölflinge, aufgenommenen wurden Luka Weihberg aus Breitenfeld und Justin Berlin aus Mieste. Diese jüngsten Pfadfinder waren auch beim abendlichen Lagerfeuer dabei, als mit Gesang und Gitarrenbegleitung der Tag ausklang.

Tour mit Karte und Kompass

Den Abschluss des Workshops bildeten am Sonntag eine Tour der Pfadfinder mit Karte und Kompass, bevor es galt, die Kohten gemeinsam abzubauen und sich zu verabschieden.

„Bei diesen Treffen geht es vor allem um Gemeinschaft, aber auch neue Freunde zu finden oder bereits geschlossene Freundschaften aufzufrischen, darauf freuen sich alle Pfadfinder schon lange bevor wir uns im Zeltlager treffen“, sagte Christel Schwerin und fügte hinzu: „Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Kirchengemeinde Oebisfelde für die Unterstützung vor Ort. Besonderer Dank gilt Pfarrer Wolfgang Schwarzer, der ein hervorragender Gastgeber war und uns erlaubte, im Pfarrgarten zu zelten.“