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Oschersleber Wiesenpark Alter Schwanenteich bekommt Frischekur

Der Förderverein hat sich ein Mammutprojekt vorgenommen, um eine Wasserfläche wieder in den Oschersleber Wiesenpark zu integrieren. Was alles geplant ist.

Von Constanze Arendt-Nowak 28.04.2024, 18:30
René Herbert, Gisela Fabian und Dieter Fabian (von rechts) diskutieren über die ersten Ideen, wie der Teich wieder zum Bestandteil des Wiesenparks werden könnte.
René Herbert, Gisela Fabian und Dieter Fabian (von rechts) diskutieren über die ersten Ideen, wie der Teich wieder zum Bestandteil des Wiesenparks werden könnte. Foto: Constanze Arendt-Nowak

Oschersleben - Nachdem die Umgestaltung des Waschbärengeheges im Herbst vergangenen Jahres erfolgreich abgeschlossen werden konnte, hat der Förderverein Wiesenpark ein noch ehrgeizigeres Projekt ins Auge gefasst. Der Schwanenteich soll wieder in das Oschersleber Wiesenpark-Ensemble integriert werden.

„Wenn der Besucher jetzt den Hauptweg herunterkommt, geht er direkt auf einen Zaun zu, alles ist total zugewachsen, so dass der Schwanenteich eigentlich gar nicht richtig wahrgenommen werden kann“, erklärt der Fördervereinsvorsitzende René Herbert bei einem Vor-Ort-Termin. Schwäne gibt es schon lange nicht mehr auf dem Teich. Vielmehr fühlen sich die Wiesenpark-Besucher vor allem im Sommer von der aktuellen Situation belästigt: Es riecht unangenehm, Mücken schwirren durch die Lüfte. „Wir werden seit langem immer wieder gefragt, warum dagegen nichts unternommen werde“, so René Herbert, der den Teich als Schandfleck bezeichnet.

Um den Schwanenteich wieder in ein Kleinod zu verwandeln, an dem sich auch Wassertiere wohlfühlen, sind zuerst eine kostenintensive Entschlammung und Renaturierung notwendig. Doch das soll nicht alles sein, denn im Laufe der vergangenen Jahre haben die Vereinsmitglieder weitere Ideen entwickelt.

Die Aufenthaltsfläche mit Pavillon nahe des Bode-Ufers im Oschersleber Wiesenpark ist leicht in Vergessenheit geraten. Das soll sich mit der Renaturierung des Schwanenteiches (links) wieder ändern.
Die Aufenthaltsfläche mit Pavillon nahe des Bode-Ufers im Oschersleber Wiesenpark ist leicht in Vergessenheit geraten. Das soll sich mit der Renaturierung des Schwanenteiches (links) wieder ändern.
Foto: Constanze Arendt-Nowak

So soll einerseits die Sichtachse vom Hauptweg über den Teich geöffnet werden, andererseits um den Teich ein kleiner Naturlehrpfad angelegt werden, über den Besucher auf direkten Weg zum Pavillon nahe des Bode-Ufers gelangen. „Wir wollen neue Tafeln aufstellen, die über das Leben am Wasser und die Historie informieren, sowie für die optische Aufwertung neue Tierbehausungen auf dem Teich schaffen und auch Bepflanzungen vornehmen“, so René Herbert, der auch von der Aufwertung des Areals an der Bode spricht.

Das Projekt „Schwanenteich“ ist laut des Fördervereinsvorsitzenden eines der größten Projekte, die der Förderverein in seiner Geschichte angepackt hat. Um es stemmen zu können, soll es in mehrere Sanierungsabschnitte aufgeteilt werden und sich über zwei bis drei Jahre hinziehen.

Historisches Vorbild

Bisher steht das Grobkonzept, die Bevölkerung ist aber aufgerufen, bei der nun folgenden detaillierten Planung eigene Ideen mit einzubringen. „Wenn es Bilder gibt, die zeigen, wie es hier früher einmal ausgesehen hat, würden wir die gern haben und uns an dem historischen Vorbild orientieren“, sagt Dieter Fabian, Mitglied des Fördervereins. Er verweist darauf, dass sich dort, wo sich der Schwanenteich heute befindet, einst das Flussbett der Bode war. Der Fluss wurde später begradigt.

Bewusst ist den Initiatoren, dass die Projektumsetzung in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde sowie in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, den Mitarbeitern des Tiergeheges und der Wasserbehörde erfolgen soll. Für die finanzielle Absicherung will der Förderverein nicht nur Oschersleber Unternehmen als Partner gewinnen, sondern auch einen Antrag für die Leader-Förderung stellen. Um eine bessere Identifikation zu erreichen, soll die Oschersleber Bevölkerung bei Arbeitseinsätzen eingebunden werden. Und selbstverständlich sind, wie bei allen bisherigen Projekten des Fördervereins, Spenden immer willkommen.