Langenweddingen l Demnach sollen unter anderem die Haltepunkte Langenweddingen, Osterweddingen, Dodendorf und Beyendorf neue Bahnsteige erhalten. „In Langenweddingen wird ein neuer Bahnsteig auf der Südseite des Gleises gebaut“, teilte Sennhenn weiter mit. Damit verkürzen sich die Wege zum Haltepunkt für die Mehrheit der Einwohner der Sülzetaler Ortschaft. Außerdem muss der Bahnübergang nicht mehr überquert werden.

Ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtmaßnahme werde die Modernisierung der Signaltechnik und der Sicherungsanlagen an den Bahnübergängen sein. Dafür soll die Strecke mit moderner elektronischer Stellwerkstechnik ausgerüstet werden. Nach Abschluss der Arbeiten würden sämtliche Weichen und Signale zwischen Magdeburg-Buckau und Halberstadt aus einer Zentrale in Halberstadt ferngesteuert. „Außerdem werden Brücken und Durchlässe so weit erneuert, dass abschnittsweise ab Dezember 2017 eine Geschwindigkeitserhöhung auf 120 Kilometer je Stunde erfolgen kann“, äußerte der Vorstandsvorsitzende.

Schreiben an Ex-Verkehrsminister

Das Schreiben habe Karl-Heinz Daehre nach einem persönlichen Gespräch mit Frank Sennhenn erhalten, erklärte der Ex-Minister gegenüber der Volksstimme. „Nach dem Scheitern des sogenannten Schnittstellenprogramms im Sülzetal im Jahr 2011 wollte ich von der Bahn wissen, was nun passiert“, ergänzte Daehre.

Im Rahmen des Förderprogramms zur Verbesserung und Verknüpfung des Personennahverkehrs mit anderen Verkehrsträgern war vorgesehen, die Strecke Magdeburg-Oschersleben auszubauen und das Sülzetal an das Magdeburger S-Bahn-Netz anzuschließen. Außerdem sollte der Haltepunkt Osterweddingen ins Gewerbegebiet verlegt werden. Der finanzielle Eigenanteil der Gemeinde hätte bei rund 180 000 Euro gelegen. Trotz Unterschriftensammlung stimmte der Sülzetaler Gemeinderat im Jahr 2011 mehrheitlich gegen das Vorhaben.

„Wir sind froh, dass nun zumindest die Bahnhöfe in Dodendorf, Osterweddingen und Langenweddingen erhalten bleiben und auf den neuesten Stand gebracht werden. Das ist ganz wichtig für die Bürger“, erklärte der Landtagsabgeordnete und Sülzetaler Gemeinderatsvorsitzende Guido Heuer (CDU) und betonte: „Jedoch ist es nicht mehr das Schnittstellenprogramm. Es ist nicht der erhoffte große Wurf.“ Nicht zuletzt würde sich die künftige Taktung der Züge im aktuellen Rahmen bewegen und sich nicht erhöhen.