Osterburg l Aldi-Nord will an der Biese bleiben. Allerdings möchte das Unternehmen wie auch einige Kilometer südlich in Stendal bereits praktiziert sein neues Konzept umsetzen. Und das setzt eine größere als die bisherige Verkaufsfläche voraus. Wo entsteht der neue Einkaufsmarkt? „Entschieden ist noch gar nichts“, meinte Hendrik Schäfer, Expansionsleiter für die Region. „Wir haben in Osterburg mehrere Optionen.“

Die Suche nach einem geeigneten Standort verläuft dementsprechend noch ergebnislos. Von der einst favorisierten Fläche an der Bismarker Straße in direkter Nachbarschaft zum Edeka-Markt scheint der Lebensmittel-Discounter Abstand genommen zu haben. Mehrere an der Bismarker Straße und der B 189 gelegene Gartenparzellen wären einem Neubau zum Opfer gefallen. Einerseits wollte man die Hobbygärtner nicht vertreiben. Andererseits, und dies sei der Hauptgrund, hinderte eine Mittelspannungsleitung in direkter Nähe das Unternehmen an eine Investition an dieser Stelle.

Unternehmen nicht in Zeitnot

Ein Areal, das für Aldi-Nord ebenfalls interessant ist und für einen Standort infrage kommt, befindet sich ebenfalls an der Bismarker Straße. Nur auf der dem Edeka-Markt gegenüberliegenden, stadteinwärts gesehenen rechten Seite. Das dortige leerstehende Objekt, das in den 90er Jahren entstand und in den vergangenen Jahren von mehreren Lebensmittelmärkten angemietet worden war, sei jedoch zu klein. Im Gegensatz dazu stellt die Fläche des Garagenkomplexes an der Karl-Marx-Straße und in Nachbarschaft des Kleingartenvereins „Abendsonne“ eine Option dar, die geprüft werden soll. Ob die Garagenpächter dies jedoch ohne Weiteres hinnehmen, kann bezweifelt werden. Allerdings ist der Garagenhof Eigentum der Kommune.

Aldi-Nord sei jedoch nicht in Zeitnot, so dass die Suche nach einem neuen Standort in Osterburg noch andauern kann. „Wir können notfalls noch eins, zwei, drei Jahre an dem jetzigen Standort bleiben“, äußert der Expansionsleiter im Hinblick auf die Pläne des Discounters. Der aktuelle Einkaufs-Markt an der Stendaler Chaussee, der ein Eigenobjekt des Unternehmens ist, soll jedoch in absehbarer Zeit aufgegeben werden.