Barby l Die gut 7400 wahlberechtigten Einwohner der Stadt Barby und den Ortsteilen sind am Sonntag aufgerufen, per Stimmabgabe ihren Bürgermeister für die kommenden sieben Jahre zu wählen. Das Bewerberfeld für den hauptamtlichen Posten im Barbyer Rathaus ist groß. Neun Bewerber stehen auf dem Wahlzettel.

Doch bereits vor dem Urnengang am Sonntag können die Bürger wählen. Die Briefwahl macht es möglich. Doch bislang haben nur 236 Bürger von dieser Wahlmöglichkeit Gebrauch gemacht, sagt Stadtwahlleiterin Karin Knopf. Bei den vergangenen Wahlen, erinnert sie, habe die Zahl der Briefwähler meist im zweistelligen Prozentbereich gelegen. Warum die Bürger diesmal die Briefwahl so zögerlich nutzen, kann sie sich kaum erklären.

Vielleicht liege es daran, dass viele Bürger diesmal selbst im Wahllokal ihre Stimme abgeben wollen, sieht sie die Zurückhaltung optimistisch.

Wahlamt hilft weiter

Seit dem 30. September können beim Wahlamt in der Goethestraße 14 Wahlscheine für die Bürgermeisterwahl am Sonntag beantragt werden. „Bis Montagmittag haben 245 Wähler den Wahlschein mit Briefwahlunterlagen abgefordert“, teilte Karin Knopf mit. Wahlscheine und Briefwahlunterlagen können, wenn die Wähler am Wahltag ihr Wahllokal nicht aufsuchen können (Urlaub, Krankheit, arbeitsbedingte Abwesenheit u.a.) noch bis zum Freitag, dem 21. Oktober, 18 Uhr und im Falle der plötzlichen Erkrankung auch noch bis Sonntag, dem 23. Oktober, 15 Uhr beantragt werden. Auch besteht die Möglichkeit, bei persönlicher Abholung der Briefwahlunterlagen im Wahlamt, Goethestraße 14 (noch am Donnerstag von 9 bis 16 Uhr) gleich vor Ort die Briefwahl durchzuführen. Im Bürgerbüro im Ortsteil Groß Rosenburg, Nienburgerstraße 1, besteht die Möglichkeit, die Briefwahl am Mittwoch in der Zeit von 9 Uhr bis 18 Uhr durchzuführen.

Der Briefwahlumschlag wird unentgeltlich für den Wähler durch die Post befördert. Der Briefwahlumschlag kann ebenso in den Postkasten am Rathaus, Marktplatz 14 oder am Haus der Begegnung, Goethestraße 14 eingeworfen werden oder persönlich im Wahlamt Goethestraße 14 abgegeben werden, teilte sie mit.

Gut 100 Helfer organisieren am Wahltag die Durchführung der Abstimmung. Das Stadtgebiet ist dazu in 13 Wahlbezirke aufgeteilt worden, erzählt sie. „Für die Wahlhelfer ist es ein harter Tag“, schätzt sie ein. Sie müssten am Sonntag sehr früh aufstehen. Denn um 8 Uhr öffnen die Wahllokale. Bis 18 Uhr können in den 13 Wahllokalen die Stimmen abgegeben werden. Nach der Schließung der Abstimmung um 18 Uhr müssen sich die Wahlhelfer dann noch einmal voll konzentrieren, erklärt sie.

Vier Wahlbezirke habe jeweils mehr als 1000 Wähler. Bei einer großen Wahlbeteiligung, womit sie rechne, hätten die Wahlvorstände bei der Auszählung sehr viel zu tun.

Unterlagen werden zugeordnet

Die Briefwahlunterlagen werden übrigens bei ihrem Eintreffen im Rathaus den jeweiligen Wahlbezirken zugeordnet, schilderte die Stadtwahlleiterin weiter. Dazu sind die Briefwahlunterlagen entsprechend der Stimmbezirke nummeriert worden.

Die Auszählung der abgegebenen Stimmen erfolgt am Wahlsonntag natürlich öffentlich. Alle interessierten Bürger können in den Wahllokalen die Auszählung der abgegebenen Stimmen verfolgen. Daneben wird die Stadt das Ergeb- nis ebenso zeitnah auf der eigenen Internetseite veröffentlichen.

Gewählt ist an dem Wahltag dann derjenige Bewerber, der mehr als 50 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. Gelingt dies bei der Wahl keinem Bewerber, findet eine Stichwahl statt. Hierbei treten die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen im ersten Wahlgang noch einmal an. Einen Termin für einen zweiten Urnengang gibt es bereits. Am 6. November müssten die Bürger dann ein zweites Mal wählen, sollte der erste Urnengang keinen Gewinner hervorbringen.

Derjenige Bewerber, der bei diesem Urnengang dann die meisten Stimmen bekommt, wird dann neuer Bürgermeister in der kleinen Elbestadt Barby für die kommenden sieben Jahre.