Berlin - Nach den Querelen der vergangenen Jahre will Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) die Islamkonferenz auf eine neue Grundlage stellen. Dazu trifft er sich mit Vertretern der betroffenen Verbände.

De Maizière bekräftigte in der türkischsprachigen Tageszeitung "Hürriyet", die Verbände sollten wesentlich mehr Möglichkeiten der Mitgestaltung bekommen.

Besonders sein Vorgänger Hans-Peter Friedrich (CSU) war in die Kritik geraten. Die islamischen Verbände hatten ihm vorgehalten, er habe Sicherheitsthemen zu sehr in den Vordergrund gerückt. Im bisherigen Format habe die Runde keinen Sinn mehr. Die gesellschaftlichen Themen, die Muslime berührten, seien in den Hintergrund getreten.

Vor dem Neustart sprach sich die Türkische Gemeinde am Wochenende für einen gesetzlichen muslimischen Feiertag in Deutschland aus. Das wäre ein wichtiges Signal an die muslimische Bevölkerung, sagte der Bundesvorsitzende Kenan Kolat der Nachrichtenagentur dpa.