Punxsutawney (dpa) l Schlechte Nachrichten für die wintermüden Amerikaner: Murmeltier Phil sagt voraus, dass sie noch eine ganze Weile bibbern müssen. Wie jedes Jahr am 2. Februar, dem traditionellen "Groundhog Day" (Murmeltiertag), wurde der kleine Nager am Sonntag aus seinem Domizil in einem Wäldchen bei Punxsutawney (US-Staat Pennsylvania) gezogen. Die Regel besagt, dass weitere sechs Wochen Winter bevorstehen, wenn das Tier seinen Schatten sieht.

Phil sah ihn, wie der Präsident des Murmeltiervereins verkündete - und zerstörte damit die Hoffnung auf ein baldiges Frühlingslüftchen. Dabei hätten sich die Amerikaner gerade in diesem Jahr eine bessere Prognose gewünscht, denn der Winter ist in vielen Landesteilen ungewöhnlich hart.

Murmeltier Phil hat Recht, die Menschen nicht

Aber einen Trost gibt es: Phil lag in den vergangenen Jahren mehrfach kräftig daneben. 2011 "verkündete" er den baldigen Frühling. Es folgte ein Schneesturm, der als "Groundhog Day Blizzard" in die Wetter-Geschichte einging. 2012 prophezeite Phil fälschlicherweise einen langen Winter. Im vergangenen Jahr machte das Murmeltier den Amerikanern Hoffnung auf den Frühling. Winterstürme fegten noch im April durchs Land. Daraufhin tauchten im Internet Bilder auf, die Phil am Galgen zeigten.

Bill Deeley, Präsident des "Punxsutawney Groundhog Clubs", nimmt alle Verantwortung auf sich: "Phil hat immer Recht. Die Fehlprognosen waren menschliches Versagen. Es war meine Schuld", sagte Deeley. Er sei nun mal der Einzige, dem Phil seine Prognose mitteile. "Ich habe ihn falsch verstanden."