Teheran l Der iranische Kicker-Verband ist entsetzt: In seinen Frauenfußball-Vereinen flitzen auch Flunkerliesen übers Feld. Um die Art ihrer Schummelei ganz bildlich zu formulieren: Für weibliche Spieler haben sie oben herum zwei Bälle zu wenig und unten zwei zu viel. Schon vier Nationalspieler wurden aus der Mannschaft gekantet, weil sie in Wahrheit Männer sind.

Jetzt wollen die Funktionäre den Fußballerinnen buchstäblich unter den Rock schauen: Sie haben alle Vereine verdonnert, ihre Spielerinnen vom Doktor aufs Geschlecht prüfen zu lassen. Eine völlig überflüssige Anweisung. Schließlich kann man auch beim Training herausfinden, ob eine Fußballerin wirklich weiblich ist.

Zum Beispiel mit dem Reflex-Test. Der funktioniert so: Man stelle das Damen-Team als Mauer vors Tor und lasse die Spielerin mit dem teuflischsten Schuss einen Elfmeter in den Kasten donnern. Hat sich tatsächlich ein Mann eingeschlichen, werden seine Hände automatisch die Familienplanung absichern. Verlässlich ist auch der Shopping-Test: Man eröffne der Mannschaft, dass "Prada" neuer Hauptsponsor des Vereins ist und als Einstand eine Runde Abendkleider springen lässt. Wer nicht laut aufquiekt, kann keine Frau sein.

Wenn man ganz sicher gehen will, empfiehlt sich der Schnupper-Test: Hierbei lässt man sich nach dem Training von jeder Spielerin den rechten Schuh reichen und nimmt einen kräftigen Zug. Bei Männerschuhen droht Bewusstlosigkeit.