Rom - Der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat Rückendeckung von hochrangigen Funktionsträgern im Vatikan erhalten.

Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller, sagte der ARD in Rom, dem derzeit beurlaubten Bischof sei nichts an Verfehlungen nachzuweisen, was das Bischofsamt unmöglich machen würde.

Die Entscheidung werde unabhängig von der Stimmungslage in Deutschland fallen, sagte Müller. Weder Papst Franziskus noch die Bischofskongregation ließen sich instrumentalisieren.

Der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, sagte, dem Limburger Bischof sei viel Unrecht geschehen. "Und da muss man auch den Mut haben, sich dagegen zu stellen und zu sagen: Das hat dieser Mann nicht verdient." Sowohl Gänswein als auch Müller gelten als einflussreiche Fürsprecher des Limburger Bischofs in Rom.

Im Vatikan war am Montag der Prüfbericht zu den ausgeuferten Kosten des Limburger Bischofssitzes überreicht worden. Nun wird die Bischofskongregation auf dieser Grundlage eine Empfehlung zur Zukunft von Tebartz-van Elst ausarbeiten. Das letzte Wort hat dann der Papst.