Hamburg (egw) | Deutschlands Hundehasser haben ein bissiges Zentralorgan: "Kot & Köter". Mehr als 20 Jahre nach seiner ersten Ankündigung hat der Hamburger Journalist Wulf Beleites das Projekt wahrgemacht, das er am heutigen Freitag der Öffentlichkeit vorstellen will. Nach Ansicht von Hundefeind Beleites teilt sich das deutsche Volk in zwei Hälften: "Die eine findet Hunde gut. Und die andere leidet unter ihnen. Jeder ist ein Opfer oder ein potenzielles Opfer."

Das Geld für die erste Ausgabe mit 1.000 Exemplaren hat der freie Journalist im Internet gesammelt. "Die Nullnummer liegt jetzt vor", verkündet Beleites auf seiner Hompage (www.kotundkoeter.de). 7,80 Euro kostet das Heft, das zunächst nur an Unterstützer und Abonnenten verschickt wurde. Am Kiosk ist "Kot Köter" noch nicht erhältlich. Beleites´ Ziel sind vier Ausgaben pro Jahr à 5.000 Stück.

Zu den ersten Artikeln gehört eine "Kleine Phänomenologie des Nuttenpudels". Dort wird die "bedingungslose und schamfreie Allianz zwischen Pudel und Rotlicht" beschrieben. Daneben eine Hassschrift über Möpse: "Plötzlich kam diese kleine, miese Töle nicht um die Ecke, nicht hinterrücks, sondern irgendwie von unten angekrochen."

Ganz ernst gemeint sind die Texte nicht, aber "Kot Köter" macht keinen Hehl daraus, dass die Autoren eindeutig etwas gegen die Vierbeiner und ihre Halter haben. Für die dürfte spätestens dann der Spaß aufhören, wenn unter "Der Weg allen Fleisches" Hunderezepte vorgestellt werden und als Festtagsmenü zum Tag des Hundes (1. Juni) "Argentinischer Dackelrücken" empfohlen wird.