München - Im NSU-Prozess hat der Vater des ermordeten Halit Yozgat einen ehemaligen Verfassungsschützer offen der Lüge bezichtigt - und die Zweifel an dessen Glaubwürdigkeit weiter genährt.

"Es tut mir leid, T., aber ich glaube dir überhaupt nicht", sagte Ismail Yozgat vor dem Münchner Oberlandesgericht zu Andreas T. Dieser saß 2006 während des Mordes an Halit Yozgat im hinteren Raum von dessen Internetcafé in Kassel. Seine Anwesenheit hatte für Spekulationen gesorgt, zumal er sich nach der Tat damals nicht als Zeuge gemeldet hatte.

Ermittlungen gegen ihn wurden allerdings eingestellt. Die Bundesanwaltschaft geht nicht davon aus, dass er mit dem Mord etwas zu tun hatte. T. bestreite bis heute, von der Tat etwas mitbekommen zu haben - was ihm Ismail Yozgat nicht abnimmt.