Blaton | Eigentlich müsste er ja in Sachen Sex etwas mehr Toleranz an den Tag legen. Macht er aber nicht, der Strauss-Kahn, der Dominique, früher Generaldirektor des Internationalen Währungsfonds (IWF). Wir erinnern uns: New York, Hotel, Zimmermädchen - da war doch was.

Nun ist wieder was. Nein, keine Affäre, nur ein Bordell-Zwischenfall. Im belgischen Ort Blaton nahe der französischen Grenze hat Dominique Alderweireld, der ist "Generaldirektor" eines ortsansässigen Etablissements, seinem Laden den Namen "DSKlub" verpasst. Dumm nur: In Frankreich wird der Finanzexperte Strauss-Kahn nach den Anfangsbuchstaben seines Namens häufig "DSK" genannt. Und der findet den Namen "DSKlub" deshalb überhaupt nicht lustig.

Fünf Anwälte hat er losgeschickt, um "den Angriff auf seinen Namen" verbieten zu lassen, teilten die der Öffentlichkeit mit. In Brüssel und Paris werden die Gerichte bemüht. Der Chef vom "DSKlub" zuckt derweil nur die Schulter. Gemeint sei "Dodo Sex Klub". Das mit "DSK" sei nicht mehr als ein Augenzwinkern. Wegen der vielen Berichterstattung freut ihn der Ärger aber auch ein bisschen. Schließlich sei das eine super Werbung für "DSK", Pardon "Dildo", Quatsch, "Dido".

Die beiden Herren sind sich unter Umständen schon mal begegnet. Der 64 Jahre alte Bordellbetreiber steht neben Strauss-Kahn im Mittelpunkt eines Skandals um Sex-Partys mit Callgirls in einem Luxushotel namens "Carlton". So soll übrigens das nächste Bordell von Herr Alderweireld heißen. Was die fünf Anwälte dazu wohl sagen werden?