Berlin - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat bei ihren Plänen für eine familienfreundliche Bundeswehr auch finanzielle Verbesserungen in Aussicht gestellt.

"Da geht es nicht nur um gute Kinderbetreuung, flexiblere Dienstzeiten und die Begrenzung von Versetzungen. Ich möchte, dass es Verbesserungen bei Rente, Trennungsgeld und Umzugskosten gibt", sagte die CDU-Politikerin der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). Nähere Angaben machte die Ministerin nicht, sie kündigte aber an, ihre Pläne in Grundzügen am 4. Juni vorstellen. "Für einige Verbesserungen müssen wir im Herbst Gesetze verändern, anderes kann man durch neue Vorgaben innerhalb der Bundeswehr steuern", sagte sie. "Bei der Umsetzung liegt noch viel Arbeit vor uns, die erst in einigen Jahren abgeschlossen sein wird."

Bei der Vorstellung ihres Projekts im Bundestag hatte von der Leyen im Januar gesagt, für den Steuerzahler bedeute dies keine zusätzlichen Kosten. Bei der Kinderbetreuung seien zwar Investitionen erforderlich, bei der Ausweitung der Teilzeitarbeit oder der Einschränkung von Versetzungen aber nicht. In jedem Fall werde das Geld für die Reformen aus dem bestehenden Verteidigungsetat kommen.