Berlin (dpa) | Ob Vater- oder Herrentag - zu Himmelfahrt nehmen viele Männer eine Auszeit und ziehen mit Kumpels übers Land oder durch Kneipen. Weltweit sind diese Herren eher eine Ausnahme. Anderswo gibt es andere Bräuche:

Die USA gelten als Erfinder des Vatertags. Amerikaner feiern ihre Väter seit Beginn des 20. Jahrhunderts am dritten Juni-Sonntag. Die Idee begeisterte vor allem Produzenten typischer Daddy-Geschenke. Zum Feiertag wurde er erst 1972.

In Frankreich ersann ein Feuerzeug-Hersteller den Vatertag 1952 zu Marketingzwecken. Meist schenken Kinder Selbstgebasteltes oder malen ein Bild. Feuerzeuge haben sich dagegen nicht durchgesetzt.

In den Niederlanden läuft der "Vaderdag" so ab, wie sich viele Mütter den Muttertag wünschen: Frühstück ans Bett und Geschenke. Gefeiert wird am dritten Juni-Sonntag.

In Russland wird am 23. Februar gefeiert, dem "Tag des Vaterlandsverteidigers". Oft gibt es kleine Geschenke von den Chefs, oder man(n) zieht mit den Kollegen los.

In Australien und Neuseeland begehen die Väter ihren Tag am ersten Sonntag im September. Vatertag ist Familientag, häufig gehen Eltern und Kinder zusammen frühstücken oder machen einen Ausflug.

Nach römisch-katholischer Tradition feiert Italien den Vatertag am Josefstag. "Festa di San Giuseppe" ist am 19. März. Gefeiert wird in der Familie mit gutem Essen, Kinder basteln kleine Geschenke.