Berlin - Theodor Heuss in den Händen eines unbekannten Bewunderers: Für 10 000 Euro ist jetzt im Auftrag der früheren FDP-Bundestagsfraktion eine Bronzebüste des ersten Parteivorsitzenden und Bundespräsidenten Heuss (1884-1963) versteigert worden.

Wer den Zuschlag bei der Auktion erhielt, wollte die Verwertungsgesellschaft des Bundes am Mittwoch nicht verraten. Der langjährige FDP-Chef und Ex-Außenminister Guido Westerwelle ist es jedenfalls nicht.

"Weder die Stiftung noch Herr Westerwelle haben die Heuss-Büste ersteigert", sagte ein Sprecher von Westerwelles Stiftung. Die FDP-Bundespartei ging bei der Auktion leer aus. Sie hatte ein Gebot oberhalb von 7000 Euro abgegeben, um Heuss in der liberalen Familie zu behalten.

Zu Westerwelles Zeiten war die Büste von dem Künstler Gregor Dittmer aus Albisheim in Rheinland-Pfalz geschaffen worden. Die Liberalen zahlten dafür 7000 Euro. Die Ex-FDP-Fraktion, die nach dem Scheitern bei der Bundestagswahl im Herbst abgewickelt wird, ist rechtlich gezwungen, alle Vermögenswerte ohne Ausnahme zu Geld zu machen.