Magdeburg (rgm) | Vom zarten Bussi vor der Haustür bis zur leidenschaftlichen Knutscherei im Kinosaal - den ersten Kuss mit dem oder der Liebsten vergisst niemand so schnell. Während Bauchkribbeln und Glückshormone dabei mit jeder Hollywood-Romanze mithalten können, entspricht der Ort des ersten Kusses seltener gängigen Filmklischees. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, bei der die Partnervermittlung Parship mehr als 1000 Deutsche nach ihrem "ersten Mal" gefragt hat.

Das Ergebnis: Meist kommt es nicht während der klassischen Abschiedsszene vor der Haustür (7 Prozent), sondern viel eher dahinter zum zärtlichen Lippenbekenntnis. Jeder vierte Deutsche (26 Prozent) erlebt den ersten Kuss in der eigenen Wohnung.

Nicht alle Turteltäubchen sehnen sich beim ersten Kuss nach intimer Zweisamkeit: So landen auf dem zweiten Platz in Sachen Knutsch-Hotspots Clubs und Diskotheken. Ganze 14 Prozent kommen sich umgeben von Fremden und Freunden beim öffentlichen Partyvergnügen näher. Aber auch auf offener Straße (10 Prozent) oder im Park (8 Prozent) fassen sich viele deutsche Paare ein Herz und tauschen ihre ersten Küsse miteinander aus.

Interessant: Genauso populär ist die Autorückbank. Acht Prozent der Deutschen fallen ihrem Partner demnach zwischen Anschnallgurt und Fußmatte das erste Mal um den Hals. Klassische Kuss-Locations aus romantischen Komödien - wie der Kinosaal oder der Fahrstuhl - stehen bei den Deutschen kaum im Kurs (2 bzw. 0 Prozent).

Mit gerade einmal vier Prozent landen auch Café und Restaurant auf den hinteren Rängen. Und auch Büro und Supermarkt sind in Deutschland weitgehend kussfreie Zone.

Auch wenn Frauen das klassische Rollenverständnis heute in vielen Bereichen umkrempeln - beim Küssen sind sie konservativ. Auf die Frage danach, wer beim ersten Kuss die Initiative ergriffen hat, geben 51 Prozent von ihnen zu: Mein Partner hat den ersten Schritt gemacht. Das bestätigen auch die Männer, von denen jeder Zweite (50 Prozent) angibt, seiner Liebsten den ersten Kuss gegeben zu haben.

Das Marktforschungsinstitut Innofact hat für die Studie 1088 Personen zwischen 18 und 65 Jahren befragt (Zeitpunkt: April 2014).