Mannheim (dpa) | Nach dem Zugunglück in Mannheim haben Spezialisten der Bundespolizei die Ermittlungen an der Unfallstelle aufgenommen. Von einem Hubschrauber aus machten die Ermittler Aufnahmen aus der Luft, wie ein Sprecher der Bundespolizei berichtete.

Nach Angaben der Behörde wurden bei dem Zugunglück 35 Menschen verletzt, 4 von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Ein Güterzug und ein Eurocity prallten in der Nähe des Hauptbahnhofs zusammen, zwei Waggons mit 110 Passagieren kippten um. Die Ursache war nach wie vor unklar. Der Unfall lief noch recht glimpflich ab, da die Züge langsam unterwegs waren.

Der Güterzug hatte laut Bundespolizei zwei Gefahrgut-Container geladen. Die Behälter mit der Chemikalie seien aber nicht beschädigt worden, es seien keine gefährlichen Stoffe ausgetreten, sagte die Sprecherin. Die Polizei sperrte den Unfallort mit den zerstörten und umgekippten Waggons. Experten der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes wurden dort erwartet.

Das Zugunglück hatte am Samstag Störungen im Bahnverkehr zur Folge. Drei von insgesamt zehn Gleisen am Hauptbahnhof - eine zentrale Achse im Fernverkehr - waren am Samstag noch gesperrt. Es kam zu Ausfällen und Umleitungen. Die Verspätungen seien jedoch gering, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Morgen. Die Störungen im Fernverkehr hielten sich in Grenzen.