Dresden/Berlin - Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat Koalitionsgespräche mit der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) nach der Landtagswahl am 31. August nicht völlig ausgeschlossen.

Allerdings seien sie unwahrscheinlich, sagte er dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel am Sonntag". Die AfD sei "eine Partei, die noch nicht einmal im Landtag Sitz und Stimme hat".

Der Regierungschef zeigte sich zuversichtlich, dass die CDU nach der Landtagswahl in zwei Wochen "eine Option für Koalitionsgespräche mit FDP, SPD und Grünen haben" werde. Wunschpartner sei weiter die FDP, mit der er "sehr pragmatisch regiert" und mit der es "nicht viel ideologischen Streit" gegeben habe. "Inhaltlich gab und gibt es mehr Übereinstimmung als mit der SPD, mit der wir zuvor regiert haben." Bei den Grünen sieht Tillich Probleme wegen deren Haltung zum Braunkohle-Bergbau.