Potsdam - Eine gute Woche nach der Landtagswahl entscheidet die brandenburgische SPD, mit welchem Partner sie für die kommenden fünf Jahre eine Koalition eingehen will. Der Sitzung des Landesvorstandes werden jeweils zwei Sondierungsgespräche mit der Linken und der CDU vorangegangen sein.

Die SPD war aus der Wahl am 14. September als klarer Sieger hervorgegangen, gefolgt von CDU und Linker. Rot-Rot hätte eine Mehrheit von drei, Rot-Schwarz eine von sieben Stimmen. Für eine einfache Mehrheit sind im 88 Sitze zählenden Landtag mindestens 45 Stimmen nötig.

Bis Anfang November könnte nach Einschätzung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Regierung stehen. Seit 2009 regiert die SPD mit der Linken, zuvor war die CDU zehn Jahre lang Koalitionspartner.

In Thüringen, wo ebenfalls am 14. September gewählt wurde, treffen sich am Dienstag zum zweiten Mal Linke, SPD und Grüne, um Chancen für eine gemeinsame Regierung auszuloten. Die SPD, der die Rolle des Königsmachers zukommt, prüft auch mit der CDU eine Fortsetzung der seit fünf Jahren bestehenden Koalition. Beide Konstellationen hätten jeweils nur eine Mehrheit von einer Stimme im Landtag.