Salzwedel (zä) l Tragisches Ende eines Besuchs der Hanse- und Baumkuchenstadt: Gestorben ist eine 28 Jahre junge Frau aus Beetzendorf am späten Mittwochnachmittag auf dem Salzwedeler Weihnachtsmarkt. Über die Todesursache ist noch nichts bekannt. Der Notarzt, der 41 Minuten nach Eingang des Notrufs bei der Rettungsleitstelle in Stendal vor Ort war, konnte letztlich nur noch ihren Tod feststellen. Zuvor hatten zwei Rettungssanitäter intensiv, aber letztlich doch erfolglos versucht, die Frau ins Leben zurückzuholen. Die Rettungsleitstelle beider Altmark-Kreise mit Sitz in Stendal war um 17.10 Uhr verständigt worden. Es dauerte aber 41 Minuten, bis der Notarzt vor Ort auf dem Weihnachtsmarkt war. Das Noteinsatzfahrzeug Salzwedel (NEF) war zu diesem Zeitpunkt "bereits im Einsatz bei einem Verkehrsunfall mit Personenschaden, deshalb musste Hilfe aus Klötze angefordert werden", ist aus dem Stendaler Landratsamt als Begründung für die Zeitverzögerung zu erfahren. Denn laut Rettungsdienstgesetz des Landes Sachsen-Anhalt beträgt die Hilfsfrist für Notärzte in der Regel 20 Minuten. Weil es zum Zeitpunkt der Alarmierung bereits zu dunkel gewesen sei, hätte kein Hubschrauber eingesetzt werden können.