Paris (dpa) | Bei einem Mordanschlag mutmaßlicher Islamisten auf das religionskritische französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" sind mindestens 12 Menschen getötet worden. Mehrere weitere seien schwer verletzt, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Zwei Täter drangen mit Kalaschnikows in die Redaktionsräume ein und ermordeten neben anderen vier prominente Zeichner. Die beiden Männer konnten fliehen. Es ist der schwerste Terroranschlag in Frankreich seit Jahrzehnten. Präsident François Hollande sprach von "Barbarei" und einem "Schock für Frankreich".

Die Terroristen in Paris haben bei ihrem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" mehrfach "Allah ist groß" gerufen. Auf Videos im Internet vom Tatort sind zwei schwarz vermummte Täter zu erkennen. Sie sollen sie bei dem Überfall gerufen haben, dass sie den Propheten gerächt hätten. Das berichten Augenzeugen.

Deutsche Sicherheitskreise sehen nach dem Anschlag keine Anhaltspunkte für eine erhöhte Terrorgefahr in der Bundesrepublik. Es bestehe nach wie vor eine "abstrakt hohe" Gefährdung, es gebe aber keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne in Deutschland.