Berlin l Geahnt hat man es, jetzt wissen wir es: Der Diebstahl aus Hotelzimmern ist keine Ausnahmeerscheinung. Dies belegt eine Umfrage des Online-Reiseportals Travel24.com. Dazu ließ das Portal über 5800 Urlauber befragen.

Das Ergebnis: Hochgerechnet haben 4,5 Millionen deutsche Reisende - immerhin acht Prozent der Befragten - bereits in Hotels geklaut. Der Gesamtschaden soll sich auf rund 37 Millionen Euro belaufen.

Platz eins im Klau-Ranking belegen Hygieneprodukte. Zwei von drei Gästen stopfen vor der Abreise vom Shampoo bis hin zur Nagelfeile alles Mögliche heimlich in ihre Taschen. Macht mindestens 3,1 Millionen Shampoo- oder Seifenfläschchen, welche Deutsche jährlich abtransportieren. Was vielleicht viele nicht wissen, die Rechtslage ist eindeutig: Hygieneartikel sind Eigentum des Hotels, selbst die angebrochene Shampoo-Flasche.

Beliebt ist bei Hotelgästen auch die Mitnahme der teils wertvoll in Ledertaschen ummantelten Schreibutensilien wie Stifte, Papierblöcke oder Schreibtischschutz-Hüllen.

Eine kaum zu widerstehende Verlockung stellen für so manche Reisende auch Hotelhandtücher dar - oft flauschig und groß, das kommt an. 28 Prozent der Befragten sagten, ihre Koffer in den vergangenen zwei Jahren damit heimlich vollgestopft zu haben. So verschwanden 1,3 Millionen Handtücher unerlaubterweise aus den Hotelzimmern.

Bildung schützt vor Dreistigkeit übrigens nicht: Akademiker und Studenten stehlen in Hotels am häufigsten, zwei Drittel sind zwischen 14 und 44 Jahre alt. vs