Berlin - Spekulationen über die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck: Nach einem Bericht von "Spiegel Online" (Mittwoch) wird immer häufiger der Name von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) genannt, sollte Gauck 2017 nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren.

Eine Entscheidung wolle der Bundespräsident frühestens Ende des Jahres treffen. Sollte der dann 77-Jährige noch einmal antreten wollen, dürfte ihm eine zweite Amtszeit aber kaum zu nehmen sein, heißt es in dem Bericht.

Eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes sagte am Mittwoch lediglich: "Wir äußern uns dazu nicht." Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, sagte: "Das ist noch so lange hin. Ich weiß gar nicht, was ich jetzt sagen soll."

Gauck ist seit März 2012 im Amt. Er war damals von einer großen Mehrheit aus Union, SPD, Grünen und FDP zum Nachfolger des zurückgetretenen Christian Wulff gewählt worden.

Nach dem Bericht hielte man Steinmeier in der Union durchaus für geeignet, Gauck zu beerben. Der Sozialdemokrat gelte als integerer und erfahrener Mann, der das Amt mit dem notwendigen politischen Gewicht ausfüllen könnte - ohne zu unbequem zu werden.