San Francisco (dpa) l Apple steigt mit seiner ersten Computeruhr auch ins Geschäft mit Luxus-Modeartikeln ein. Während das günstigste Sport-Modell der Apple Watch in Europa 399 Euro kostet, wird man für die limitierte "Edition"-Version mit einem Gehäuse aus 18-Karat-Gold mindestens 11000 Euro oder 10000 Dollar zahlen müssen. Das übersteigt um ein Vielfaches alle Preise der Konkurrenz. Aber in dieser Liga heißen die Rivalen der Apple Watch auch nicht Samsung, LG oder Huawei, sondern Hublot, Rolex oder TAG Heuer. Gegen manche von ihnen wirkt auch der Preis der "Edition" noch relativ günstig. Apple prescht vor allem ins Revier der Schweizer Uhrmacher vor.

In Deutschland kommen die Apple-Uhren am 24. April in den Handel. Die Batterie soll bei gewöhnlicher Nutzung 18 Stunden halten. Die Uhr hat im Gegensatz zu einigen Geräten der Konkurrenz keinen eigenen Anschluss zum Internet und muss dafür mit einem halbwegs aktuellen iPhone (5, 5s, 5c, 6 oder 6 Plus) verbunden sein.

Die Watch soll Kurznachrichten oder Neuigkeiten von Facebook anzeigen, Autos und Hotelzimmer aufschließen sowie über den Dienst Apple Pay zum Bezahlen an den Kassen eingesetzt werden können. Außerdem können Fitness-Daten wie Herzfrequenz gesammelt werden. Apple-Manager Kevin Lynch zeigte bei der Präsentation am Montag (Ortszeit)auch, wie man einen Anruf annehmen, einen Wagen des Fahrdienstes Uber rufen, die Musik-Wiedergabe kontrollieren und auch eine vernetzte Garagentür öffnen kann.