Sangerhausen l Der traditionsreiche Fahradhersteller Mifa wird sein Werk im Stadtzentrum von Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz) aufgeben. Die Produktion werde komplett an einen anderen Standort verlagert, sagte Mifa-Eigentümer Heinrich von Nathusius am Donnerstagabend der Volksstimme. Wohin, sei noch offen. Gründe seien unter anderem die hohe Miete, fehlende Möglichkeiten zur Erweiterung des Werks sowie die schlechte Verkehrsanbindung.

"Wir suchen zusammen mit der Stadt und dem Kreis nach Flächen um Sangerhausen herum. Wir brauchen einen Standort, der unmittelbar an der Autobahn liegt ", sagte von Nathusius. An Sangerhausen vorbei führt die A38. Auch einen Abzug der Produktion aus der Region im Süden Sachsen-Anhalts schloss er nicht aus. "Ich erwarte von meinen Mitarbeitern, dass sie flexibel sind", so der Unternehmer. Am neuen Standort solle eine Produktionsstätte für etwa 12 Millionen Euro entstehen. Einer Verlagerung nach Haldensleben, an den Standort von Ifa-Rotorion, erteilte Nathusius eine Absage. Dort sei "kein Platz".

André Schröder, CDU-Landtagsfraktionschef und Stadtrat in Sangerhausen erklärte: "Wir werden ihm Flächen anbieten. Ich bin zuversichtlich, dass Mifa bleibt, da hier die Fachkräfte sind." Schröder sagte, eine bloße Verlagerung der Betriebsstätte werde das Land nicht mit öffentlichen Mitteln fördern.