Berlin - Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, fordert angesichts des zuletzt starken Anstiegs der Asylbewerberzahlen aus Kosovo und Albanien auch diese Staaten zu sicheren Herkunftsländern zu erklären.

"Es gibt dort keine systematische Verfolgung und damit keinen Grund für Asyl", sagte Schmidt der "Süddeutschen Zeitung" (Montag).

Im Bundesamt wisse man, dass die Sozialleistungen in Deutschland Asylbewerber aus den Balkanländern anzögen. Aus den Krisenländern Syrien, Irak oder Eritrea dagegen "kommt kein Flüchtling wegen 352 Euro monatlich nach Deutschland".

Die Zahl der Asylbewerber aus dem Kosovo war Anfang des Jahres sprunghaft gestiegen. Zuletzt nahm der Zustrom aber wieder deutlich ab. Die Asylgesuche werden bis auf einzelne Ausnahmen abgelehnt, weil die Behörden Kosovaren nicht als politisch verfolgt ansehen.