Brüssel | Spielen Sie mit dem Gedanken, sich heute Abend eine Tiefkühl-Pizza in den Ofen zu schieben? Mit saftiger Salami und ordentlich Käse obendrauf? Dann sind Sie aber mächtig mutig. Allein, weil Sie riskieren, ein UKO zu verspeisen - ein unbekanntes Käse-Objekt. Handelt es sich doch bei dem, was da auf der Wurst liegt, womöglich um ein Gemisch, das lediglich optische und geschmackliche Ähnlichkeiten zu Käse aufweist.

Während Verbraucherschützer hierauf aber zumindest immer mal hinweisen, hat uns bisher niemand vor der viel größeren Gefahr gewarnt, die von Tiefkühl-Pizzen ausgeht: Verbrennungen beim Erhitzen. Dabei sind die Zahlen alarmierend: 100000 Mal im Jahr verbrennt sich jemand am heißen Ofen! Allein in Deutschland.

Sollten Sie an Ihrem Plan mit der Pizza festhalten, kann Ihnen niemand helfen. Wenn Sie sich aber ein paar Monate gedulden, sieht das vielleicht anders aus. Denn das Europäische Parlament berät derzeit eine neue Verordnung, die eine Norm für Backhofenhandschuhe vorgibt. Doch selbst, wenn diese überfällige Regelung in Kraft träte: Ausreichend geschützt wären wir trotzdem nicht. Denn woran leider keiner gedacht hat, ist eine Backhandschuh-Benutzungspflicht.