Paris/Hamburg l Frankeichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ist gerade mal wieder im Gespräch. Grund: Er hat sich von einer mit Kamera ausgerüsteten Drohne ablichten lassen. Gut und schön. Aber durfte er das überhaupt? Denn: In Frankreich ist es untersagt, innerhalb von bebautem, städtischem Gebiet Drohnen aufsteigen zu lassen.

Jetzt wird eifrig diskutiert, ob der Eingangsbereich des Unternehmens zur verbotenen Zone gehört. Für den Fall, dass das so sein sollte, sieht das Gesetz eine Strafe von bis zu 75.000 Euro vor. Pikant: Insbesondere Parlamentarier der UMP, der Partei also, der Sarkozy angehört, wollen die Drohnen-Gesetze sogar noch verschärfen.

So was könnte sich auch manch ein Gefängnisdirektor hierzulande sehr gut vorstellen. Denn der Drogenschmuggel in den Knast hat inzwischen eine völlig neue Dimension erreicht - wegen der Drohne. So stürzte unlängst eine mit Drogen beladene Drohne beim Anflug auf ein Zellenfenster des Hamburger Untersuchungsgefängnisses auf das Dach der Anstalt. Der Quadrikopter sollte ein "Wohlfühlpaket" mit Marihuana, einem iPhone und einem USB-Stick mit Filmen direkt vor einer Zelle ausliefern.

Und auch auf dem Gefängnishof der Bremer Justizvollzugsanstalt fiel eine Drohne mit Marihuana vom Himmel. Das ferngesteuerte Fluggerät stürzte auf dem Freistundenhof ab. An der Vier-Propeller-Drohne war eine Kugel mit zehn Gramm Marihuana befestigt.

Mit diesem kriminellen Milieu will sie überhaupt nichts zu tun haben, die Sarkozy-Drohne. Denn sie liefert trotz aller Aufregung nur eines: langweilige Fotos.