Tröglitz - Knapp zwei Monate nach dem Brandanschlag auf die fast fertige Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz bereitet sich der Ort in Sachsen-Anhalt auf die Ankunft der ersten Flüchtlinge vor.

Auf ein Spendenkonto seien bisher 650 Euro überwiesen worden, sagte Bürgermeister Manfred Meißner (parteilos). Damit sollen Anschaffungen und Unterrichtsmaterialien bezahlt werden. Laut Meißner boten zudem 15 Familien Spielzeug, Kleidung und Möbel an.

Ab Anfang Juni sollen drei Familien in Tröglitz leben. Dazu werde der Kreis zwei Privatwohnungen anmieten, sagte Landrat Götz Ulrich (CDU). Um den Familien die Eingewöhnung zu erleichtern, sei für jede von ihnen ein Pate gefunden worden.

Eigentlich sollten in dem Ort 40 Flüchtlinge untergebracht werden. Unbekannte zündeten Anfang April jedoch das dafür vorgesehene Haus an. Es ist seitdem unbewohnbar. Da es im Ort weitere Wohnungsangebote gibt, hält der Landrat an seinem Plan fest, künftig 40 Asylbewerber in Tröglitz unterzubringen.