Die Auftragsbücher voll, die Produktion brummt, 150 Leiharbeiter unterstützen die 1007 festangestellten Kollegen, Aufträge müssen gar an Subunternehmer vergeben werden. Riecht das nach Insolvenz im Zeichen des XXL-Aufschwunges? Nein. Dennoch hat die AKT in Gardelegen Insolvenz angemeldet. Sie will das im Insolvenzrecht zulässige Instrument des Planverfahrens anwenden, um die überfällige Umstrukturierung zu schaffen. Zu viele schlechte Altaufträge, zu viele kleine Serien, zu umständlich, zu teuer.

@109_Meinung_Kommentar_Text:Nun kommt es auf die Kunden der Autobranche an, bisher als Preisdrücker bekannt. Gehen sie auf die Wünsche der AKT ein, die Verträge zu kündigen oder zu ändern, wird der wiederholt ausgezeichnete Autozulieferer überleben und gestärkt aus der Aufschwungkrise hervorgehen. Die Chancen dafür stehen gut. (Seite 1/Wirtschaft)