Nokia verbündet sich mit Microsoft. Auf den ersten Blick kann die Kombination ungünstiger kaum sein. Im so wichtigen Markt der teuren Smartphones, der Computer-Handys, hat Nokia den Anschluss verloren. Auch Microsofts neues Handy-Betriebssystem verkauft sich nicht gerade toll. Aber daran muss das Projekt nicht gleich scheitern.

Auch der Internet-Konzern Google hatte lange Zeit gebraucht, bis sein Handy-Betriebssystem Android und die damit ausgestatteten Mobiltelefone von den Kunden angenommen wurden. Heute dominiert Android zusammen mit iOS von Apple den Markt. In dem Vorteil, anders als etwa Apple nunmehr mit Windows Phone ein offenes System für Entwickler und Anwender an Bord zu haben, liegt auch die Chance für Nokia. Zudem können die Finnen ihrer eigentlich immer gelungenen Hardware eine Software verpassen, die von (Microsoft-)Amts wegen funktioniert. Damit sollte die neue Allianz dem Siegeszug der Google-Tafeln und iPhones zumindest auf dem Papier etwas entgegenzusetzen haben. Jetzt müssen die "Killer"-Handys nur noch gebaut werden. (Wirtschaft)