Seit vielen Jahren brodelt es zwischen Russland und der Ukraine. Konfliktpotenzial ist ausreichend vorhanden. In einem Vortrag widmet sich die gebürtige Ukrainerin Lena Kornyeyeva der Problematik der aktuellen russisch-ukrainischen Beziehungen. Die Deutsch-Ukrainische Vereinigung Sachsen- Anhalt lädt zu dieser Veranstaltung am kommenden Freitag, 18 Uhr, in die Magdeburger Stadtbibliothek am Breiten Weg.

Die Diplom-Psychologin und Autorin Kornyeyeva wird dabei auf die Entwicklung der politischen Landschaft unter Viktor Janukowitsch eingehen und auch die Rolle der rechtsradikalen Partei von Oleh Tjahnybok thematisieren.

Das bekannteste Beispiel für die Probleme ist der Erdgas-Streit, der seit 2005 zwischen den beiden Ländern schwelt. Dies ist jedoch nicht der einzige Grund, warum es zwischen den beiden osteuropäischen Staaten brodelt.

In der Ukraine gibt es Überlegungen, Russisch neben Ukrainisch als zweite Staatssprache einzführen. Angeheizt wird die Debatte durch provokante Äußerungen diverser Machthaber. So leugnete der russische Botschafter im Dezember des vergangenen Jahres die Existenz der ukrainischen Nation und der ukrainischen Sprache, erklärt Lena Kornyeyeva. Internet-Foren dramatisieren die Situation zusätzlich.