Markus Meckel, 1952 in Müncheberg bei Frankfurt (Oder) geboren, studierte Theologie in Naumburg (Saale) und Berlin.

Gemeinsam mit Martin Gutzeit, der mit Meckel studiert hatte, initiierte er 1989 die Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP).

Neben anderen oppositionellen Bewegungen wie Neues Forum, Demokratie Jetzt oder Demokratischer Aufbruch spielte die SDP im Wendherbst 1989 eine zentrale Rolle. Unter den Opositionsvereinigungen, die sich in der Endphase der DDR gründeten, ragt die SDP allerdings als erste neue Partei hervor.

Die Gründung der SDP erfolgte am 7. Oktober 1989 in einem Pfarrhaus in Schwante (Kreis Oranienburg), wo Meckel zum zweiten Sprecher der Partei gewählt wurde.

Ab Januar 1990 führte die Partei die Abkürzung SPD, was die Hinwendung zur westdeutschen Sozialdemokratie verdeutlichen sollte.

Im September 1990 fusionierte die SPD der DDR mit der West-SPD.

Nach der ersten und letzten freien Volkskammerwahl am 18. März wurde Meckel Minister für Auswärtiges in der De-Mazière-Regierung. Das Amt hatt er bis August inne.

Von 1990 bis 2009 war er Bundestagsabgeordneter.

Von 1988 bis 1990 leitete er die Ökumenische Begegnungs- und Bildungsstätte in Niederndodeleben bei Magdeburg.(gk)