Sachsen-Anhalts Krankenhausgesellschaft fordert die stärkere Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Behandlung. Das ist sehr zu begrüßen. Die strikte Trennung von ambulanter und stationärer Verarztung von Patienten muss endlich überwunden werden.

Doch halt. Wenn die Forderung nur vor dem Hintergrund des Sparzwangs und der fehlenden Gelder im Gesundheitswesen erhoben wird, dann ist das zu kurz gedacht. Die längst fällige Nutzung der Facharztkapazitäten für Patienten, die noch laufen können, darf nicht zur Bereicherung des Einen auf Kosten des Anderen führen.

An erster Stelle des Umdenkens muss der Patient stehen. Wie kann er durch die Verzahnung aller Möglichkeiten besser versorgt werden? Diese Frage muss in seinem Sinne beantwortet werden. Wenn dadurch die Behandlung effizienter wird, springt für alle Seiten etwas heraus.