Erst Familienministerin Schwesig, dann Arbeitsministerin Nahles: Beide SPD-Politikerinnen sind kaum im Amt - und schon wollen sie ungeniert in die Steuerkasse greifen, um ein Füllhorn neuer Wohltaten auszuschütten.

Zunächst posaunte Schwesig den Vorschlag heraus, jungen berufstätigen Eltern eine 32-Stunden-Woche samt Lohnausgleich aus Steuergeldern zu ermöglichen. Das Kanzleramt pfiff sie zwar umgehend zurück, doch an ihrer Vision hält Schwesig fest. Da wollte Nahles nicht zurückstehen. Sie preschte mit Überlegungen vor, Verbesserungen bei der Rente auch mit, na klar, Steuer-Milliarden zu finanzieren.

Es ist wahrlich kein guter Beginn für die Große Koalition, wenn schon jetzt der Blick für das (finanziell) Machbare verloren geht. Keine Frage: Deutschland steht derzeit recht gut da, doch die Republik muss sich auf schlechtere Zeiten (die ganz sicher kommen werden) vorbereiten. Politische Wunschkonzerte sind da völlig fehl am Platz.