Die Angst geht zwar noch nicht um in der Fußball-Bundesliga, der Respekt vor dem VfL Wolfsburg ist aber nicht erst seit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft im Jahre 2009 groß. Nach eher durchwachsenen Jahren und dem Fast-Abstieg 2011 hat sich der VfL längst gefangen und in dieser Saison sogar schon wieder Ex-Meister Borussia Dortmund das Fürchten gelehrt.

Der Umschwung ist vor allem Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking geschuldet. Beide haben sich als überaus seriöse wie akribische Arbeiter profiliert. Beide haben dem VfL eine neue Identität verpasst und scheinen gepaart mit der wirtschaftlichen Macht von Partner Volkswagen den "schlafenden Riesen" ein zweites Mal zu erwecken. Beleg dafür ist neben der starken Vorrunde (Platz 5) die Verpflichtung von Kevin de Bruyne. Dass der Belgier nicht nach Leverkusen oder Schalke wechselt, zeigt das Potenzial. Zum Titel wird es für den VfL Wolfsburg (noch) nicht wieder reichen - der Europapokal sollte aber allemal möglich sein.