Der geneigte Fernsehzuschauer einschlägiger amerikanischer Serien über Kriminallabore wie "CSI" oder "NCIS" mag an modernste Möglichkeiten glauben, bei denen in wenigen Sekunden nach dem digitalen Einlesen von Fingerabdrücken am Tatort gleich ein "Treffer" samt Bild und Daten vom Täter geliefert wird. Die Realität sieht freilich anders aus. Daktyloskopen, die Sachverständigen für diese Wissenschaft, vergleichen die Fingerabdrücke ganz bewusst persönlich, bis sie eine sichere Übereinstimmung finden. Das Gesetz sieht zudem viele weitere Sicherheitsmechanismen vor, bis zu einem Abdruck auch ein Name auftaucht.

Die modernste Technik wird deshalb nie die Experten ersetzen können. Sie soll aber helfen, den Tätern besser und schneller auf die Spur zu kommen. Insofern sind Investitionen in moderne Kriminaltechnik, wie in Magdeburg, längst überfällig. Denn die beste Ermittlerarbeit nützt nichts, wenn am Ende die Beweise für eine Anklage nicht ausreichen.