Der 1. FC Magdeburg wird vielerorts zu Recht um seine große Anhängerschar beneidet. Trotz langer sportlicher Durststrecke und fußballerischer Viertklassigkeit strömen die Fans weiter ins Stadion. Sogar mancher Zweitligist blickt neidisch nach Magdeburg - jedoch nur auf die Besucherzahlen. Das Verhalten der FCM-Fans wird schon deutlich kritischer gesehen - immer öfter auch bei den FCM-Verantwortlichen selber. Und das ist auch gut so.

Die FCM-Führung hat sich nach den vielen Vorfällen im Herbst 2013 längst überfällig öffentlich klar von Gewalt auf und neben dem Fußballplatz distanziert. Bis hier und nicht weiter, heißt die Botschaft. (Stadion)Verbote allein werden die Gewalt im Stadion indes nicht verhindern. Das weiß auch Präsident Peter Fechner, der deshalb das Gespräch mit den FCM-Fans sucht. Ob Verbote und stetiger Dialog neue Ausschreitungen dauerhaft verhindern werden, bleibt trotzdem zweifelhaft. Und das ist kein schöner Gedanke.