Solide, grundsolide – so ließe sich vielleicht das umschreiben, was die deutschen Skispringer bei der diesjährigen Tournee im Schatten der Ausnahmekönner aus Österreich, Norwegen und der Schweiz boten. Unübersehbar aber auch: Es fehlt an Konstanz und, wichtiger noch, es fehlt an einem Siegspringer.

Legt man die kritische Elle schon einmal an, muss ebenso festgehalten werden, in dieser Verfassung gehören die Deutschen kaum zur Weltelite. Der eine oder andere lobenswerte Platz unter den besten zehn, aber kein Podestrang bei den Top-Wettbewerben – das kann und darf für eine klassische Skisprung-Nation wie Deutschland einfach nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Müssen die Fans nun mit Blick auf die WM im März alle Hoffnung fahren lassen? Ja und nein. Im Einzel sind die Morgenstern und Ammann definitiv zu weit weg, aber auf Grund der Geschlossenheit darf im Teamwettbewerb zumindest mit Bronze geliebäugelt werden.