Wenn ich als Angestellter glaubte, meinem Chef seinen Urlaubstermin vorschreiben zu wollen, wüsste ich, was mir blühte. Ich lasse es also bleiben - zumindest öffentlich. Andreas Petersen tat Gleiches nicht. Der FCM-Trainer kritisierte in kleiner Journalistenrunde die Abwesenheit von Sportvorstand Mario Kallnik beim Regionalligaspiel gegen Union Berlin - und sieht sich nun der geballten Wucht genau jenes Triumvirates in Form des FCM-Präsidiums ausgesetzt, das ausgerechnet in diesen stürmischen Tagen über die Fortsetzung der Zusammenarbeit entscheiden wird.

Andreas leitet sich vom altgriechischen Wort andreia ab, das für Tapferkeit, Tüchtigkeit und Mannhaftigkeit steht. Ich spreche Petersen keine dieser drei hehren Eigenschaften ab. Doch ist es beileibe nicht der erste Ausrutscher des 53-Jährigen an der Elbe. Für Petersen spricht die sportliche Konsolidierung des FCM. Gleichwohl lässt der Coach kein Fettnäpfchen aus. Seine Zukunft bei den Blau-Weißen scheint offener denn je.