Der Fall des brutalen Angriffs durch einen Gewalttäter in Magdeburg gegen zwei Polizeibeamte ist aufgeklärt. Das ist eine gute Nachricht. Noch beeindruckender wirkt aber die rege Anteilnahme aus der Bevölkerung. 49 Hinweise liefen bei der Polizei ein. Das sind ungewöhnlich viele. Und: Ein Magdeburger lobte sogar 1000 Euro aus seinem Privatvermögen aus, um den Täter ausfindig machen zu können.

Es zeigt, dass es vielen Menschen eben nicht einerlei ist, wenn ein Familienvater im Dienst bei einer ganz normalen Fahrradkontrolle von einem Möchtegern-Rambo durch ein Panzerkettenschloss schwer verletzt wird. Der Angreifer hat nicht nur einem Polizisten das Bein gebrochen, sondern in erster Linie das eines Menschen. Angesichts manch fragwürdiger Argumente, dass Uniformierte für solche Gefahren auch bezahlt werden, muss sich niemand wundern, dass die Brutalität wächst. Einer solchen Entwicklung gegenzusteuern, ist die Aufgabe von allen.