Willi Kronhardt und Fußball-Regionalligist Germania Halberstadt - das passte spätestens seit dem 1:2 gegen Babelsberg nicht mehr zusammen. Hatte der Ex-Bundesliga-Profi mit seiner direkten, etwas schroffen Art schon einen Großteil der Führungsriege des Vereins aus dem Vorharz verstört, wich nach der Heimniederlage gegen die Rand-Berliner mit Präsident Olaf Herbst wohl auch der letzte und wichtigste Unterstützer von Kronhardts Seite.

Kronhardt, der einst mit dem längst zurückgetretenen Manager Fait-Florian Banser angetreten war, um die fußballerische Zukunft im Vorharz einzuleiten, ist in Halberstadt aber nicht nur an seinem schwierigen Ego gescheitert. Letztlich klafften die Vorstellungen beider Lager eklatant auseinander. Ist es möglich, in Halberstadt in der 4. Liga unter nahezu professionellen Strukturen Fußball zu spielen? Oder wird der Verein weiter familiär geführt? Dieser Spagat wird nicht einfacher, zumal mit Kronhardt-Nachfolger Achim Hollerieth ebenfalls ein Ex-Profi kommt.