Das 2009 beschlossene "Kampfhundegesetz" hatte gute Gründe. Die Politik hat nicht nur in Sachsen-Anhalt auf eine ganze Reihe von Übergriffen aggressiver Hunde gegen Menschen reagiert. Es musste etwas geschehen. Und das ist es auch - die Anzahl der Beißvorfälle ist zurückgegangen. Es war so gesehen richtig, die Hundehaltung strenger zu reglementieren. Falsch war, die Vorfälle bestimmten Rassen und nicht den Haltern zuzuordnen. Und es geht auch nicht, das Verursacherprinzip bei Beißvorfällen außen vor zu lassen, nur weil Behörden davor zurückschrecken, einen Verursacher zu bestimmen. Nichts anderes haben Veterinärämter vor Einführung des "Kampfhundegesetzes" auch schon getan.

Ein Hundeführerschein für tatsächlich alle Hundebesitzer hätte - bei aller Bürokratie - einen großen Vorteil. Er würde die Aufmerksamkeit auf den Hundehalter lenken. Nicht das Auto verursacht Unfälle sondern der Fahrer. Warum soll das nicht auch für Hunde und ihre Halter gelten?