Statt Stärken (in bescheidenem Rahmen) zu stärken, soll im Fußball-Landesverband Sachsen-Anhalt (FSA) künftig das Gießkannenprinzip herrschen. Nichts anderes bewirkt die vom Präsidium geplante Änderung der Verteilung der 110.000-Euro-Prämie für den Landespokalsieger. Ein Zehntel soll künftig an den Verband gehen, der die rund 10.000 Euro gern unter den letzten 16 Vereinen verteilen möchte. Bei einem unterlegenen Achtelfinalisten kämen so gerade mal rund 300 Euro an. Ob das kleinen Vereinen tatsächlich "hilft" und zu einer Stärkung des Pokalwettbewerbs führt, ist mehr als fraglich.

Setzt der FSA seinen "Soli-Beitrag" durch, wird vor allem der Pokalsieger bestraft. Für den Drittligisten Hallescher FC oder dem ambitionierten 1. FC Magdeburg - in jüngerer Vergangenheit regelmäßig die Sieger - würde die Umverteilung ad hoc zu einem Loch in der nicht gerade übermäßig gefüllten Kasse führen. Deshalb gilt: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.