Die letzten Vergaben von großen Fußballturnieren durch den Weltverband Fifa standen zu Recht in der Kritik. Ohne Weitsicht und ohne Blick auf die sozialen und ökologischen Standards sind die Weltmeisterschaften nach Brasilien, Russland und Katar vergeben worden. Besonders in Katar werden die Menschenrechte der ausländischen Arbeiter mit Füßen getreten.

Mit dem Produkt Fußball lässt sich viel Geld verdienen. Die Fifa ist einer der reichsten Verbände auf diesem Planeten. Doch auch Präsident Sepp Blatter kann sich seine Dollarnoten nicht selbst drucken. TV-Sender und Sponsoren zahlen Millionen, um am Produkt Fußball teilhaben zu dürfen. Ohne diese Einnahmen wären die Turniere nicht durchführbar. Diese Macht müssen die Sponsoren nutzen. Ein Wandel der Vergabepraktiken muss her. Für die Konzerne ist das in ihrem eigenen Sinne. Schlechte Berichterstattung über die Zustände im Ausrichterland fallen auch auf ihre Marken zurück.