Sachsen-Anhalts Kassenlage hat sich stabilisiert. Der Kurs der Koalition, einen Teil der sprudelnden Gelder in Beton zu stecken und mit dem anderen Teil die Rücklagenkasse zu füllen, hat sich als richtig herausgestellt.

Die Zahlen heute zeigen, dass die Aufregung vor einem Jahr überflüssig war. Es reichen ein paar relativ sanfte Korrekturen und einige gezielte Anstöße, um das Schiff im Fahrwasser zu halten. Die Proteststürme an den Unis, den Rausschmiss von Ministerin Wolff, die Untergangsdebatten - all das hätte sich die Regierung sparen können, wenn sie mit mehr Gelassenheit an die Probleme herangegangen wäre.

Dennoch wird nicht alles so bleiben, wie es ist. Für ewig defizitäre Bereiche wird es weniger geben; für Profilbildendes wie ein Herzzentrum aber mehr. Nicht jede Kleinstschule wird überleben, aber für moderne, gut erreichbare Schulorte ist Geld da. Die Chance, daraus etwas zu machen, ist so gut wie lange nicht.